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  • AutorenbildHana Křížová

Nanowelt auf einem T-Shirt

Aktualisiert: 14. Apr.


Am 11. März 2024 fand in unserem Institut für Nanomaterialien ein Workshop für Schüler der Fachschule für angewandte Kunst (SUŠ) in Liberec statt, bei dem sich die Schüler der Studienrichtungen Grafikdesign und Angewandte Fotografie und Medien in ihrer künstlerischen Arbeit vom faszinierenden Mikro- und Nanowelt inspirieren ließen.


Aufregung, Freude und Begeisterung - das waren genau die Emotionen, die wir in den Gesichtern der Schüler beobachten konnten, die kürzlich im Rahmen unseres Projekts InterBridge an unserer Veranstaltung teilgenommen hatten. Es war nicht nur ein Workshop, sondern vor allem eine Reise zur Entdeckung der Schönheit und Inspiration durch die Elektronenmikroskopie. Die Schüler wurden auch von drei Pädagogen begleitet, die den Schülern während der gesamten Veranstaltung Unterstützung und Inspiration boten.


Wir begannen mit einem Einführungsvortrag unseres erfahrenen Lektor, Dr. Pavel Kejzlar, über die Prinzipien der Elektronenmikroskopie. Dr. Kejzlar präsentierte den Schülern faszinierende Bilder aus dem Elektronenmikroskop, die er im seiner Arbeit im Laufe der Jahre gesammelt hatte. Es ging jedoch nicht nur um passive Beobachtung. Dr. Kejzlar ist ein ausgezeichneter Pädagoge, der die Schüler in ein Quiz einbezog und sie raten ließ, was sie gerade auf den Bildern sahen. Diese interaktive Form der Präsentation weckte ihre Interesse und setzte das Tempo für den Rest des Tages.


Anschließend folgte die Praxis. Die Schüler teilten sich in Gruppen auf und begaben sich auf eine Entdeckungsreise. Eine Gruppe arbeitete zusammen direkt mit Dr. Kejzlar im Mikroskopielabor, um den gesamten Prozess der Probenpräparation zu erlernen und anschließend die Ergebnisse ihrer Arbeit durch Elektronenmikroskopie zu sehen. Die andere Gruppe machte eine Tour durch die CXI-Labore, wo sie verschiedene Technologien und Forschungsmethoden kennenlernten, darunter das 3D-Drucklabor, das Labor für Plasmamethoden, die Tribologieabteilung, das Labor für die Herstellung von Nanofasern und das Gewebelabor.


Anschließend tauschten beide Gruppen die Rollen aus, damit jeder Schüler die Möglichkeit hatte, alles zu erkunden, was wir anbieten. Als die Schüler unter dem Mikroskop Strukturen und Formen sahen, die dem menschlichen Auge im täglichen Leben verborgen sind, war ihre Begeisterung ansteckend. Das war das Hauptziel der Veranstaltung - den Schülern die Schönheit der mikroskopischen Welt vor die Augen zu führen.


Jeder Schüler brachte verschiedene biologische Materialien wie Pflanzenteile, Samen, Blätter, Gewürze, Haare, Insekten und Holz mit, um sie unter dem Elektronenmikroskop zu untersuchen. Aber das war nicht alles. Unsere deutschen Partner von der Technischen Universität Chemnitz beteiligten sich an der Veranstaltung, indem sie Bilder "nicht-biologischer Materialien" aus dem optischen Mikroskop lieferten, darunter Polyurethan, Nanopartikel polymerer Fasern und verschiedene Verbundwerkstoffe, die für die Automobilindustrie entwickelt wurden.


Dies gab den Schülern einen neuen Blick auf die Strukturen von Materialien, die in der wissenschaftlichen Forschung verwendet werden. Diese Zusammenarbeit bereicherte die Erfahrung der Schüler und gab ihnen die Möglichkeit, mit vielfältigen Materialien zu arbeiten.


Und was kommt als nächstes? Jeder Schüler wird diese Bilder nehmen und grafisch bearbeiten, um sie mittels Siebdruck auf Stoff zu übertragen. Ihre Kreationen werden Teil unserer Wanderausstellung, die tschechische und sächsische Künstler und Wissenschaftler verbindet. Und weil wir die Schüler noch mehr motivieren wollten, haben wir die gesamte Veranstaltung als Wettbewerb konzipiert, bei dem die besten Drucke aus beiden Gruppen von Proben, biologisch und nicht-biologisch, bewertet werden.


Wir freuen uns darauf, zu sehen, was die Schüler uns präsentieren werden, und wie ihre Arbeit unsere Wanderausstellung bereichern wird. Ob es sich um Fotografien, bedruckte T-Shirts oder Taschen handelt, es sind Kreationen, die für uns und unsere deutschen Partner von großer Bedeutung sein werden. Auf diese Weise haben wir einen Raum für die Verbindung von Wissenschaft und Kunst geschaffen, der nicht nur die Bildung, sondern auch die Kreativität junger talentierter Künstler stärkt. Eine solche Verbindung von Kunst und Wissenschaft ist für uns eine wahre Inspiration, und wir freuen uns auf weitere Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts InterBridge!


  Hana Křížová



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