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Tschechisch-deutscher Gründonnerstag im Botanischen Garten

  • Autorenbild: Hana Křížová
    Hana Křížová
  • 15. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Der Gründonnerstag stand im Projekt InterBridge in diesem Jahr nicht nur im Zeichen von Ostern, sondern auch von Ökologie und gemeinsamem Lernen. Am Donnerstag, den 2. April 2026, beteiligten wir uns am traditionellen „Öko-Tag“, der jährlich vom Gymnasium Christian Weise in Zittau organisiert wird – einer Schule mit langfristigem Fokus auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen (sogenannte Klimaschule). Im Rahmen dieses Tages wählen die Schülerinnen und Schüler verschiedene ökologisch ausgerichtete Aktivitäten in kleineren Gruppen. Für eine dieser Gruppen organisierten wir in Zusammenarbeit mit der Lehrerin Markéta Barth eine kommentierte Führung durch den Botanischen Garten Liberec.


Für zehn Schülerinnen und Schüler aus Zittau stellten wir einen Minibus zur Verfügung, mit dem wir sie morgens nach Liberec brachten und nach dem Programm wieder sicher zurückführten. Damit die Begegnung tatsächlich einen deutsch-tschechischen Charakter hatte, ergänzten wir die Gruppe um tschechische Teilnehmende – diesmal luden wir Großeltern aus der Universität des dritten Lebensalters sowie ihre Enkelkinder ein. So entstand eine natürliche Mischung aus Generationen und Sprachen. Die gesamte Veranstaltung wurde organisatorisch von unserer Kollegin Karolína Voleská betreut, die den Ablauf – von der Anreise über die Koordination der Teilnehmenden bis hin zum Programm – reibungslos sicherstellte. Für alle Teilnehmenden wurden Eintritt kostenlos im Rahmen des Projekts InterBridge übernommen.


Die zweistündige Führung war auf Ökosysteme, Beziehungen in der Natur und grundlegende Prinzipien der Nachhaltigkeit ausgerichtet – selbstverständlich altersgerecht und verständlich erklärt. Die Ausführungen der Führerin wurden von Herrn Vitvar ins Deutsche übersetzt, sodass sich alle aktiv einbringen konnten. Die Kinder reagierten lebhaft, stellten Fragen und es war deutlich zu sehen, dass sie das Thema interessierte. Ein besonderes Erlebnis war der Botanische Garten selbst, der neben klassischen Gewächshäusern mit tropischen und subtropischen Pflanzen auch weniger übliche Elemente bietet – beispielsweise Aquarien oder Durchgänge mit Wasserinstallationen, die Pflanzen- und Wasserwelt miteinander verbinden.

Ein zusätzlicher Höhepunkt war eine außergewöhnliche Pflanze: In dieser Zeit blühte dort nach vielen Jahren wieder die seltene tropische Art Doryanthes palmeri (Australische Riesenlilie), die nur einmal in ihrem Leben blüht und nach der Samenbildung abstirbt. Im Botanischen Garten Liberec konnte man eine solche Blüte zuletzt vor etwa dreißig Jahren sehen. Die Kinder hatten somit die Möglichkeit, ein wirklich seltenes Naturereignis mitzuerleben.


Auch wenn es sich diesmal nicht um „Kunst“ im klassischen Sinne handelte, war die Verbindung von Wissenschaft und Ästhetik deutlich spürbar: Fachliche Erklärungen zu Pflanzen und Ökosystemen verbanden sich mit dem visuellen Erlebnis ihrer Formen, Farben und Lebensräume.


Der Gründonnerstag brachte somit mehr als nur ein Programm für Kinder. Es war eine gemeinsame Erfahrung, die tschechische und deutsche Teilnehmende über Generationen hinweg verband – und genau solche Momente geben dem Projekt InterBridge seinen Sinn.



Hana Křížová


 
 
 

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