InterBridge auf der Konferenz ICARUS 5

Was haben Nanomaterialien, Kunst und europäische Hochschulzusammenarbeit gemeinsam? Darüber habe ich am 2. Oktober 2026 auf der internationalen RUN-EU ICARUS 5 Konferenz gesprochen, die online stattfand und von der irischen Technological University of the Shannon (TUS) organisiert wurde.
RUN-EU ist eine Allianz aus zehn europäischen Hochschulen, die gemeinsam Bildung, Forschung und internationale Zusammenarbeit weiterentwickeln. Seit 2025 gehört auch die Technische Universität Liberec (TUL) zu ihren Mitgliedern. Zu den Zielen der Allianz gehört es unter anderem, die Verbindungen zwischen Hochschulen und ihren Regionen zu stärken und neue Möglichkeiten für Studierende, Forschende und weitere Partner zu schaffen.
Auf der Konferenz stellte ich das Projekt InterBridge mit einem Beitrag unter dem Titel InterBridge: Bridging Science, Technology and Art through Cross-Border Collaboration vor. Diesen hatte ich gemeinsam mit Prof. Daisy Nestler von der Technischen Universität Chemnitz vorbereitet, die das deutsche Partnerteam im InterBridge-Projekt leitet. In den zwölf Minuten, die für die Präsentation vorgesehen waren, zeigte ich, wie es uns gelingt, Wissenschaft, Technologie und Kunst miteinander zu verbinden und wie diese Zusammenarbeit im deutsch-tschechischen Kontext funktioniert. Die PowerPoint-Präsentation mit zahlreichen Fotos aus unseren Projektaktivitäten begleitete den Vortrag visuell und kann in der Galerie unter diesem Artikel angesehen werden.
Unser Beitrag machte auf einen interessanten Widerspruch aufmerksam: Während die TUL Mitglied der RUN-EU-Allianz ist, gehört die Technische Universität Chemnitz nicht dazu. Dennoch präsentierten wir auf dieser europäischen Plattform ein Projekt, dessen Kern gerade die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist – nicht nur über Staatsgrenzen, sondern auch über die Grenzen zwischen Fachdisziplinen, Institutionen und Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen.
InterBridge zeigt, dass die Verbindung von Forschung, Technologie und kreativem Schaffen neue Ideen hervorbringen und neue Wege eröffnen kann, Wissenschaft jungen Menschen und der breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Zugleich macht das Projekt deutlich, dass eine sinnvolle internationale Zusammenarbeit nicht auf die formelle Mitgliedschaft in einer einzelnen Allianz beschränkt sein muss. Entscheidend ist vielmehr, gemeinsame Themen zu finden und Möglichkeiten zu schaffen, bei denen Menschen und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenkommen können.
Unsere Präsentation kann daher auch Anregungen für die Weiterentwicklung der europäischen Zusammenarbeit in unserer Region geben – etwa indem neue Wege gesucht werden, wie sich künftig auch deutsche Partner, beispielsweise die Technische Universität Chemnitz, an ähnlichen Aktivitäten beteiligen könnten.
Denn Brücken zwischen Hochschulen, Fachdisziplinen und Ländern entstehen nicht dadurch, dass man Mitglied einer Organisation wird. Sie entstehen, wenn Menschen beginnen, gemeinsam an etwas Sinnvollem zu arbeiten.
Hana Křížová




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