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Eine internationale Konferenz, die Wissenschaft, Kunst und künstliche Intelligenz zusammenbrachte

  • Autorenbild: Hana Křížová
    Hana Křížová
  • 11. Juni
  • 2 Min. Lesezeit


Was haben Seifenblasen, künstliche Intelligenz, Fraktale, die emotionale Landkarte des Isergebirges, Modedesign und mittelalterliche Tintenfässer gemeinsam? Die Suche nach solchen Verbindungen stand im Mittelpunkt der internationalen Konferenz „Wissenschaft, Kunst & KI“, die am 18. Mai an der Technischen Universität Liberec (CXI) im Rahmen des tschechisch-sächsischen Projekts InterBridge stattfand.



Als das InterBridge-Projekt vor einigen Jahren vorbereitet wurde, ahnte niemand, wie schnell künstliche Intelligenz (KI) Teil des Alltags werden würde. Doch im Laufe des Projekts hielt KI nach und nach Einzug – nicht nur in die Forschung, sondern auch in Ausstellungen, Workshops, die Arbeit mit Kindern und die Gestaltung von Designobjekten. Die Konferenz war somit ein natürliches Ergebnis der vielfältigen Aktivitäten, die aus der Kooperation zwischen der Technischen Universität Liberec und der Technischen Universität Chemnitz hervorgegangen sind.


Uns war von vornherein klar, dass dies keine gewöhnliche Fachkonferenz werden würde. Das Programm umfasste fast zwanzig Beiträge von Dozenten aus Tschechien, Deutschland, der Türkei und anderen Ländern. Neben klassischen Vorträgen gab es auch Beiträge mit künstlicher Intelligenz, vorab aufgezeichnete Präsentationen mit digitalen Avataren sowie Einblicke in aktuelle Technologien aus der Perspektive von Wissenschaftlern, Künstlern und Designern. Einige Teilnehmer waren persönlich anwesend, andere nahmen online teil oder reichten einen vorab aufgezeichneten Beitrag ein. Manche Präsentationen nutzten digitale Avatare, die mithilfe von KI-Tools erstellt wurden.


Die Vielfalt der Vorträge verdeutlichte die breite Anbindung von Wissenschaft, Kunst und modernen Technologien. Die Teilnehmer lernten beispielsweise etwas über den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Mixed Reality im Textilunterricht, das Potenzial des 3D-Drucks für intelligente Textilien, die Farberzeugung mittels Plasmatechnologien, die mathematische Schönheit von Fraktalen, den Zusammenhang zwischen künstlicher Intelligenz und künstlerischem Schaffen sowie die Fragen von Urheberschaft und Kreativität im Zeitalter der generativen KI. Es gab außerdem Beiträge zu Design, Architektur, Landschaftsgestaltung, Materialforschung und der Verwendung von Recyclingmaterialien in der Kunst.


Die Themenvielfalt bestätigte eine der Kernideen des InterBridge-Projekts: Inspiration entsteht oft an den Grenzen einzelner Disziplinen. Obwohl Wissenschaftler, Ingenieure, Künstler und Designer auf den ersten Blick in völlig unterschiedlichen Welten zu arbeiten scheinen, zeigte sich in den Diskussionen immer wieder, dass sie Neugier, Experimentierfreude und die Suche nach neuen Wegen verbinden. Die Konferenz bot zudem Gelegenheit, auf die über zweijährige Zusammenarbeit der InterBridge-Projektpartner und die zahlreichen im Rahmen des Projekts entstandenen Aktivitäten zurückzublicken.


Wir haben bereits allen Teilnehmenden ihre Teilnahmebescheinigungen zugesandt. Derzeit erstellen wir eine elektronische Sammlung erweiterter Abstracts mit ISBN, die nach Veröffentlichung frei zugänglich sein wird. Parallel dazu wird die Aufzeichnung der Konferenz bearbeitet und auf dem YouTube-Kanal des InterBridge-Projekts mit tschechischen und deutschen Untertiteln veröffentlicht.


Wir danken allen Referenten, Teilnehmenden, Studierenden und Mitgliedern des Organisationsteams herzlich für die inspirierende Atmosphäre und die vielen anregenden Diskussionen während der Konferenz. Obwohl sich das InterBridge-Projekt langsam dem Ende zuneigt, sind wir überzeugt, dass die entstandenen Kontakte, Freundschaften, Erfahrungen und neuen Ideen in zukünftigen gemeinsamen Aktivitäten weiterleben werden.


Hana Křížová



 
 
 

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